Gehirndoping - Künstliche Leistungssteigerung durch Medikamente Gehirndoping in der wissenschaftlichen Welt auch als Neuro-Enhancement bezeichnet, ist eine Begleiterscheinung unserer heutigen Gesellschaft. Heutzutage ist der Leistungsdruck allgegenwärtig und es ist wenig verwunderlich, dass es Menschen gibt, die nach Hilfsmitteln suchen, um stand- bzw. mithalten zu können. Häufig kommen Medikamente, die als Cognitive Enhancer bezeichnet werden, als Hilfsmittel zur Verbesserung von Hirnleistung, Stimmung und Durchhaltevermögen zum Einsatz. Besonders häufig greifen Studenten und Manager zu diesen Substanzen. Daneben sind auch Akademiker bzw. Wissenschaftler immer häufiger bereit, ihre Leistungsreserven durch die Einnahme von Medikamenten künstlich aufzustocken.
Auf eine lange Tradition blickt das Hirndoping im militärischen Bereich zurück. Bereits im Zweiten Weltkrieg wurden Soldaten mit Hilfe von Amphetaminen länger wach und einsatzfähig gehalten. Auch heute experimentiert das Militär mit verschiedenen Substanzen zur Leistungssteigerung der Truppen.
Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten, die zweckentfremdet zum Gehirndoping eingesetzt werden. Relativ bekannt ist Ritalin, das normalerweise zur Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen gedacht ist und bei gesunden Menschen zu einer Steigerung der Konzentration führen kann. Auf die Auflistung weiterer Medikamente verzichtet die Redaktion an dieser Stelle, da die experimentelle Einnahme auf keinen Fall durch diesen Artikel gefördert werden soll.
Der unkontrollierte Eingriff in die Hirnchemie ist nämlich durchaus ein riskantes Unterfangen. So werden viele Menschen nach dem Abebben der Wirkung teilnahmslos und passiv. Die Nebenwirkungen und Spätfolgen der eingenommenen Medikamente sind zudem nur schwer abzuschätzen. Unter Einfluss der Medikamente stellt sich außerdem häufig ein automatisches Funktionieren ein, der gehirngedopte Mensch wird zu einer Art Roboter. Gefühle und Wahrnehmungen verschwimmen. Letztendlich kann Gehirndoping durchaus mit der Einnahme "herkömmlicher" Drogen gleichgesetzt werden und kann damit keine wirkliche Lösung zur Leistungssteigerung sein.
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